Archiv für den Monat: April 2015

US-Filmerinnen im FabLab

Das FabLab-Lübeck hatte die Ehre und den Spaß, ein echtes kleines Filmteam zu Gast haben zu dürfen: Miriam und Madison, welche zur Zeit mit dem Fahrrad durch Europa touren, interviewten Alex über die Entstehung unseres jungen Fablabs und unsere Zukunftspläne. Sie haben sich aus Colorado aufgemacht, um eine Dokumentation über die europäische Makerszene zu drehen und dabei das FabLab-Lübeck als eins von nur 3 zu besuchenden deutschen Fablabs ausgewählt. Der Drehbeginn fand in der Makerszene viel Beachtung, zum Beispiel durch einen Artikel im makezine (https://makezine.com/…/biking-across-europe-document-maker…/). Der Trip wird ausführlich auf den veschiedensten Online-Medien dokumentiert, die Mädels haben beispielsweise einen Blog (http://madulthood.com/self-made/) und eine Facebookseite (https://www.facebook.com/Madulthood) und mündet voraussichtlich Anfang 2016 in der Dokumentation „Self-Made, the story of creative communities“. Natürlich gabs auch ein paar im Zuge der Dreharbeiten im FabLab gefertigte Sticker und Schlüsselanhänger für die beiden mit auf die Tour. Wir wünschen Miriam und Madison alles Gute für ihren weiteren Trip, immer Rückenwind und gute neue Bekanntschaften!

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Back from China

In der vergangenen Woche habe ich an einer Delegationsreise des Schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministers nach China – Hangzhou und Shanghai – teilgenommen und möchte kurz über meine persönlichen Erkenntnisse berichten.  _ „Schön ist was anderes“: In beiden Städten wird so was von massiv gebaut, dass die Pariser Banlieues fast wie Kleingartensiedlungen anmuten; Gewerbegebiete, Development Areas genannt, umfassen zig Quadratkilometer; komplette Universitäts-Campusse für tausende Studierende werden binnen Monaten hochgezogen; China hat offensichtlich riesige Wachstumsherausforderungen, versinkt aber dabei keineswegs ins Chaos; alles wirkt geordnet. Aber unsere Vor-Ort-Problemthemen relativieren sich doch erheblich.

„Keine Geschäftemacherei“: Goldgräberstimmung und Schnäppchensucherei werden abgelöst durch normales Business. Tausende deutsche Firmen sind etabliert, haben ihrerseits Zulieferer nachgezogen bis hin zu kleinen Druckereien o.ä.; China ist ein internationaler Markt wie andere auch, nur viel größer und natürlich ein bisschen anders. Das zu verstehen hilft das Beratungsbüro der WTSH Wirtschafts- und Technologieförderung in Hangzhou; klein, aber wirksam und eine prima erste Anlaufstelle für China-interessierte Firmen. Aber“billig ist nicht mehr“: Wer China als billige Einkaufsquelle sieht, wird zunehmend enttäuscht sein; im Maße der Wirtschaftsentwicklung steigen Löhne und Preise noch weiter. „… oder gleich zu Alibaba“: In seinem Wachstum scheint China wohlmöglich die Entwicklung von Einzelhandelsstrukturen zu überspringen; Alibaba hat sich zu der Online-Handelsplattform ausgebaut, ohne die in China nix mehr läuft; und dies auch im internationalen B2B; wer nach China schaut, kommt am Online-Handel nicht vorbei.

Aus Gesprächen mit Universitätsleuten habe ich des Weiteren den Eindruck gewonnen, dass die technologisch-innovative Wettbewerbsfähigkeit von China ob ihrer vordergründigen anderen Wachstumsprobleme eher noch lange nicht gegeben ist;  aber ausruhen gilt natürlich trotzdem nicht: „Klein Lübeck und Schleswig-Holstein“ sollten schon gerade deshalb die hiesige Hochschullandschaft sorgsam pflegen.

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Keine Angst vor der eigenen Courage

Der Global Entrepreneurship Monitor untersucht Unternehmensgründungen im internationalen Vergleich ( vgl www.http://gemconsortium.org/ ). Der neueste Report attestiert Deutschland vergleichsweise eigentlich ganz günstige Rahmenbedingungen, insbesondere betreffend Fördermöglichkeiten  bei technologieorientierten StartUps  in deren Seed-Phase, also unmittelbar im Zeitraum der eigentlichen Gründung. Der Schulterschluss von EXIST-Gründerhochschule Lübeck (Brückeninstitut von Uni und FH im GründerCube; www.gruendercube.de) und den drei TZL-Standorten Campus, City und Seelandstraße ist hier beispielgebend.

Als Hemmnisse für ein stärkeres Gründungsgeschehen – bei den innovationsbasierten Volkswirtschaften liegt Deutschland weit hinten – wird vor allem eine gering ausgeprägte Gründerkultur angesehen in Verbindung mit einem Stigma des Scheiterns. Erstere wird auf dem Campus durch die EXIST-Gründerhochschule unter den Studierenden gezielt aufgebaut. Das vermeintliche Stigma des Scheiterns ist nach den Erfahrungen des TZL im Technologiebereich jedoch gar nicht gegeben: Auch nicht erfolgreiche Gründer qualifizieren sich allemal durch ihr StartUp-Engagement für das Intrapreneurship in etablierten Unternehmen.

Im Fazit ist jedenfalls Angst vor der eigenen Courage jedenfalls weit weniger berechtigt als die die laut Studie z.B. in Griechenland massiv gegebene Angst vor der Pleite.

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Self-Making im FabLab-Lübeck

Aus „Die Wirtschaft“, Magazin der Lübecker Nachrichten 04/2015Folie1

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FabLab weit vorne bei Google

Das FabLab-Lübeck im Technikzentrum (TZL) an der Seelandstraße ist gerade mal eine halbes Jahr im Betrieb und hat es unter der allgemeinen Eingabe „FabLab“ bereits weit nach oben bei Google geschafft – bei  manchen auch ganz nach oben.

Dazu muss man wissen, dass es FabLabs seit der ersten Gründung 2002 am MIT Massachussetts Institute of Technology in Boston und 2009 an der RWTH Aachen mittlerweile an rund 300 Standorten weltweit gibt, in Deutschland rd 50. Und Lübeck bei Google ganz vorne dabei?! Das sollte doch Anlass geben, sich mit dem Thema „Fabrication Laboratory“ in Lübeck näher zu befassen.

Natürlich hilft die Lektüre der Internetseiten unter www.fablab-luebeck.de . Dort wird man eingeführt in das gemeinnützige Projekt am TZL, dass es sich um eine offene High-Tech-Werkstatt handelt mit dem Ziel, vom älteren Schüler über den Studenten bis zum Doktoranden oder ambitionierten Erfinder/Gründer/StartUp sowie auch jungen technologieorientierten Unternehmen/Dienstleistern auf einfache Weise industrienahe Produktionstechniken für die Anfertigung von Funktionsmustern und Prototypen unter anderem zu Lern- und Erprobungszwecken zur Verfügung zu stellen. Vor allem 3D-Drucker und CNC-gesteuerte Maschinen stehen für das Selbermachen zur Verfügung.

Viel besser aber, man schaut selbst vorbei: An jedem Donnerstag ist ab 15 Uhr Open FabLab-Day und zwischendurch geht auch was.

manuel

Verankert in den Genen der Hanse

„Unser Roman ´ImPuls der Stadt` mag auch an anderen Standorten stattfinden können; in Lübeck ist er in den Genen der Hanse verankert.“ Björn Engholm ( www.impuls-der-stadt.de)

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