Lübecker StartUp-Accelerator GATEWAY49 digital gestartet

Ein großer Erfolg für das Technikzentrum (TZL) und die Gründerszene in Lübeck. Mit Bewilligung des StartUp-Accelerators GATEWAY49 werden seit April neue Gründerinnen und Gründer in der Umsetzung ihrer Geschäftsideen unterstützt. Aktuell ruft das Technikzentrum zur zweiten Bewerbungsrunde auf.

Knapp vierzig Gründerteams mit innovativen Geschäftsmodellen in Feldern wie Medizintechnik, Logistik, Smart City oder Nahrungsmittelindustrie hatten sich Anfang des Jahres für eine Teilnahme an dem Unterstützungsprogramm beworben. Sechs Teams wurden von einer namhaften Expertenjury – aufgrund der Corona-Pandemie – online ausgewählt. Die Siegerteams erhalten nun ein strukturiertes neunmonatiges Coaching-, Mentoring- und Ausbildungsprogramm, finanzielle Unterstützung in Höhe von 30.000 Euro pro Team und Zugang zu den Coworking-Räumen in dem StartUp-Hub des Technikzentrums Lübeck (MFC-VIII) sowie zum FabLab Lübeck mit seinen 3D-Druckern und Lasercuttern für das Prototyping. Durch das breit aufgestellte Netzwerk können die Teilnehmer wertvolle Kontakte zu Hochschulinstituten, Unternehmen, Fokusbranchen, anderen StartUps und potenziellen Kunden für die gezielte Entwicklung ihrer Produkte knüpfen. Das Besondere: im Vergleich zu anderen Acceleratoren müssen die StartUps bei GATEWAY49 keine Anteile abgeben.

Das Team rund um TZL-Geschäftsführer Dr. Frank Schröder-Oeynhausen freut sich sehr über den Erfolg. „Nach den vielen tollen Bewerbungen war es der Verdienst des gesamten Teams, der vielen Unterstützer und Juroren, dass die ersten pünktlich am 1. April feststanden und unmittelbar an den Start gehen konnten – das gibt uns viel Zuversicht für die zweite Runde von GATEWAY49”, so Schröder-Oeynhausen. Mittlerweile sind alle sechs Siegerteams dabei, Prototypen für die Umsetzung ihrer Geschäftsidee zu entwickeln. Dafür erhalten sie jede Woche Coaching-Gespräche mit dem GATEWAY49-Team und Programm-Manager Stefan Stengel: „Unser Ziel war es, trotz der erschwerten Bedingungen unseren StartUps einen reibungslosen Start in unserem Accelerator-Programm zu ermöglichen. Das ist uns gelungen!”

Um die Teams auch in Zeiten von Corona untereinander zu vernetzen und einen Zusammenhalt zu schaffen, finden jeden Montag digitale Coffee Talks statt. Hier haben die StartUps zusammen mit dem GATEWAY49-Team die Möglichkeit, sich zu verschiedensten Themen auszutauschen. Freitags treffen sich beim Open Coffee nicht nur die StartUps und das GATEWAY49-Team, sondern auch die Unterstützer und Gäste sind zum Austausch und Netzwerken eingeladen. Einmal pro Woche finden Vorträge statt, z. B. zu Themen wie Steuern, Personal, Strategie oder Marktvalidierung. Mittlerweile besteht ein großes Mentorennetzwerk mit Experten, die die Teams mit Fachwissen beraten.

Während des Lockdowns wurde der StartUp-Hub des Accelerators im MFC VIII Gebäude des TZL konzipiert und eingerichtet. In diesen Tagen starten dort die Teams und Programmbeteiligten unter Berücksichtigung der entsprechenden Hygienevorschriften. Schon jetzt kann der Hub in einem virtuellen Rundgang auf der Webseite des Accelerators besichtigt werden. Die Siegerteams sind (in alphabetischer Reihenfolge):

Bareways: kombiniert mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning z. B. Straßenbelag-, Karten-, Wetter- und Fahrzeugdaten sowie weitere Faktoren, um die Mobilität im ländlichen Raum sicher, planbar und zuverlässig zu machen.

BCS Better Claims Solutions: ClaimsLog digitalisiert das Schadenmanagement in der Schifffahrt und unterstützt Reedereien an Bord ihrer Schiffe und an Land, Arbeitsabläufe zu vereinfachen, Kosten zu senken und Risiken zu kontrollieren.

Food21: sagt der Lebensmittelverschwendung mit einer Abverkaufsprognostik für den Lebensmitteleinzelhandel den Kampf an. Diese basiert auf einer modernen händlerübergreifenden Plattform und dem Einsatz von KI.

Leazear: Die Online-Plattform zielt auf die Probleme internationaler Studierender und Fachkräfte ab, die sich für ein Studium oder einen Job in Deutschland bewerben.

Naeco Blue: entwickelt mit Hilfe von KI sowie Umwelt- und Anlagendaten eine Einspeiseprognose für Energie aus Wind und Sonne und stellt diese seinen Kunden in Form eines „Data as a Service“-Modells zur Verfügung.

NATIX: bietet eine integrierte Lösung für anonymisierte Videoanalysen und sichere Speicherung, um die Adoption von Videoanalysen zu ermöglichen und zu beschleunigen sowie Städte smarter zu machen. Um auf die Herausforderungen der Corona-Krise zu reagieren, haben sie u. a. eine Maskenerkennung, Eingangsüberwachung und Abstandsanalyse entwickelt.

Nach dem erfolgreichen Start der ersten Runde (Batch I), ruft der Lübecker StartUp-Accelerator nun zur zweiten Bewerbungsrunde (Batch II) auf. Bewerben können sich interessierte Gründerinnen und Gründer online über das Bewerbungsformular des Accelerators: www.gateway49.com. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli 2020, 23:59 Uhr.

Initiiert wurde der Accelerator vom TZL, der IHK zu Lübeck und Glocal Consult. Das Projekt wird federführend vom TZL betreut und ist aus Landes- bzw. EFRE-Mitteln sowie durch eine Vielzahl von Partnern und Sponsoren aus der regionalen Wirtschaft gefördert. Für mehr Informationen über den Accelerator und seine StartUps stehen Ihnen Dr. Frank Schröder-Oeynhausen und Stefan Stengel zur Verfügung.

Kontakt Accelerator
TECHNIKZENTRUM Lübeck (TZL)
Dr. Frank Schröder-Oeynhausen
Tel.: 0451 3909 100
E-Mail: fso@gateway49.com
Internet: www.gateway49.com