Fehmarnbelt-Bildungsregion
Auf dem Weg zur Fehmarnbelt-Bildungsregion: interdisziplinäres Netzwerk für neue dänisch-deutsche Bildungsprojekte

Das Projekt  „Auf dem Weg zur Fehmarnbelt-Bildungsregion“ etabliert eine strategische dänisch-deutsche  Projektpartnerschaft und ein Bildungsnetzwerk zwischen Akteuren aus Bildung, Wirtschaft und Kultur. Ziel ist es, grenzüberschreitende Ausbildungskooperationen in der Grenzregion mit besonderem Fokus auf das Fehmarnbelt-Gebiet zu diskutieren, zu initiieren und zu verankern.

Das Technikzentrum Lübeck und die Næstved Kommune sind für die Projektleitung verantwortlich in enger Zusammenarbeit mit der Region Zealand, der University College Zealand, der Universität zu Lübeck und dem Holmegaard Værk. Unterstützt werden sie dabei von vielen Netzwerkpartnern aus den Bereichen Bildung, Verwaltung und Wirtschaft. Aus Lübeck mit der Fachbereich Kultur und Bildung der Stadt Lübeck, die Industrie- und Handelskammer, die Handwerkskammer sowie die Berend-Schröder Schule Lübeck.

Interessenvertreter aus der gesamten Grenzregion sind eingeladen, gemeinsam zu erarbeiten, wie die neue Generation von Arbeitnehmern am besten mit den von der Wirtschaft geforderten beruflichen, technischen, sprachlichen, kulturellen, innovativen, nachhaltigen und kreativen Fähigkeiten – einschließlich der Fähigkeiten, die sich auf den Klimawandel und grüner Wirtschaft beziehen – (aus)gebildet werden kann.

Das Netzwerkprojekt liefert den Ansatz für ein interdisziplinäres Kooperationsprojekt, das neue Bildungs-, Kultur- und Wirtschaftsaktivitäten zur Förderung der Integrationsprozesse des Arbeitsmarktes in der Grenzregion entwickelt und erprobt.

„Auf dem Weg zur Fehmarnbelt-Bildungsregion“ basiert auf dem multidisziplinären MINKT-Konzept und bringt die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) mit den Fächern Kunst Geisteswissenschaften und Sozialwissenschaften zusammen.

 

Das Projekt umfasst bis zum 28. Februar 2023 folgende Aktivitäten:

  • Durchführung einer Workshopreihe mit zentralen deutschen und dänischen Bildungs-, Kultur- und Wirtschaftsakteuren, um gemeinsam Strategien, Maßnahmen und Projekte aufzuzeigen, die Relevanz und Qualität der Ausbildungen in der Fehmarnbelt-Region stärken.
  • Ausarbeitung einer Projektpublikation, in der die Potenziale der strategischen Bildungsmaßnahmen, die zur Stärkung der Kompetenzen der jungen Menschen führen sollen, einschließlich Projektideen, Prozessplan und Hintergrundanalyse festgehalten werden.
  • Etablierung einer Projektpartnergruppe für ein von Interreg finanziertes Leuchtturmprojekt zur Entwicklung von Aktivitäten, die bessere Lehr- und Lernangebote für die zukünftigen Bedürfnisse in der Fehmarnbelt-Region vorbereiten.
  • Kontinuierliche Etablierung eines erweiterten Bildungsnetzwerks insbesondere von Akteuren aus den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Kultur, die im Rahmen der deutsch-dänischen Bildungskooperationen nachhaltige Strukturen schaffen, die strategische Projekte initiieren und verankern.

 

Ausgehend von den vom Interreg-Projekt „kultKIT: Deutsch-dänische Begegnungen“ geförderten Bildungsprojekten, den Entwicklungsanalysen und grenzüberschreitenden Entwicklungserfahrungen der Region Zealand, den Kooperationen zwischen dem Technikzentrum Lübeck und Holmegaard Værk einerseits und verschiedenen Bildungseinrichtungen und Unternehmen andererseits sowie den Entwicklungsplänen der University College Zealand haben die Projektpartner einen Bedarf an und eine Nachfrage nach der Etablierung eines Netzwerks und der Schaffung eines größeren Projekts identifiziert, die zu einer Erweiterung der Bildungsmöglichkeiten in der Region beitragen können.

Auf dem Weg zur Fehmarnbelt-Bildungsregion wird finanziell gefördert durch die Projektpartner Technikzentrum Lübeck, Region Sjælland, Zealand University College, Universität zu Lübeck, Holmegaard Værk und Næstved Kommune mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

 

Workshop-Konferenzen in Lübeck und Næstved

Vertreter der Leitungsebene und internationale Koordinatoren aus dem Bildungsbereich sowie Vertreter aus Kultur, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung treffen sich am 8. November 2022 im Holmegaard Værk in Næstved und am 22. November 2022 im Technikzentrum Lübeck.

Holmegaard Værk ist als innovativer Leuchtturm bekannt, der die Vermittlung von Geschichte, Handwerkskunst, kreatives Design und eine enge Zusammenarbeit mit der umliegenden Gemeinde verbindet. Das Museum gewann den diesjährigen Preis „Europäisches Museum des Jahres“ in der Kategorie Umweltverträglichkeit und setzte sich damit gegen 60 andere Museen aus ganz Europa durch.

Das Technikzentrum Lübeck (TZL) ist das größte Technologie- und Gründerzentrum in Schleswig-Holstein. Insgesamt stehen an zwei Standorten rund 50.000 Quadratmeter professionelle Business-Räume für StartUps und junge Unternehmen zur Verfügung. Das TZL ist bekannt für seinen Startup-Accelerator GATEWAY49 und seine Brückenfunktion zwischen Bildungseinrichtungen und Unternehmen.

Workshop-Konferenzen kombinieren Inspirationsvorträge und Networking mit Informationen über relevante Förderprogramme. Wer sich für eine Teilnahme in dem Bildungsnetzwerk oder das Projekt an sich interessiert, ist eingeladen, die Projektleiter des Technikzentrum Lübecks und der Næstved Kommune oder einen der anderen Projektpartner zu kontaktieren.


Das sagen die Projektbeteiligten

  • „Eine engere Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen und Kulturakteuren fördert kreatives Denken, das sich positiv auf MINKT-Fächer auswirkt. Gerade verbesserte kulturelle Kompetenzen und ein tieferes kulturelles Verständnis bilden die Grundlage für neues Wachstum, das entstehen kann, wenn die künftigen Arbeitnehmer durch ein Verbinden von deutschem und dänischem Knowhow wirtschaftliche Aktivitäten quer über die Grenze hinweg initiieren und ausbauen. Dadurch wird die grenzüberschreitende Entwicklung vorangetrieben. Aus diesem Grund soll auch der Nachbarsprachenunterricht im Rahmen neuer interdisziplinärer grenzüberschreitender Bildungsaktivitäten gestärkt werden.“
    Kim Dawartz, Centerchef für Kultur und Bürgerservice – Næstved Kommune.
  • „Die Mitwirkung an diesem Projekt folgt unserem Ansatz, enge Beziehungen zu unseren dänischen Nachbarn zu pflegen und gemeinsam an den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu arbeiten. Dies ist entscheidend für die Schaffung einer innovativen Geschäftskultur in der Grenzregion. Nur so können wir als Standort für die Arbeitskräfte von morgen attraktiv bleiben.“
    Frank Schröder-Oeynhausen, Geschäftsführer – Technikzentrum Lübeck
  • „Die Fehmarnbelt-Querung wird ohne Zweifel ein Gewinn für die Region Sjælland und Schleswig-Holstein. Wir müssen bereit sein, die zahlreichen Möglichkeiten für Wachstum und Entwicklung, die die Verbindung langfristig bietet, zu nutzen. Daher ist es ein entscheidender Schritt, dass wir jetzt ein Netzwerk über Brachen und nationale Grenzen hinweg bilden, das gemeinsam neue interdisziplinäre Bildungs-, Kultur- und Wirtschaftsinitiativen entwickelt, einleitet und erprobt. Initiativen, die den Arbeitsmarkt in der Grenzregion fördern und sicherstellen, dass künftige Arbeitnehmer mit den beruflichen, sprachlichen, kulturellen, innovativen und kreativen Fähigkeiten ausgebildet werden, die von der Wirtschaft nachgefragt werden.“
    Thomas Aarup Larsen, Entwicklungschef für Regionale Entwicklung – Region Sjælland

Integrierter Arbeitsmarkt in der Fehmarnbelt-Region

Im Jahr 2029 wird Norddeutschland über die Fehmarnbelt-Querung mit der Region Seeland verbunden. Dies wird uns sowohl mental als auch physisch näher zusammenbringen und Entwicklung und Wachstum mit sich führen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass sich junge Menschen in der Fehmarnbelt-Region kulturell, sprachlich und beruflich über die dänisch-deutsche Grenze hinwegbewegen können.

Indem wir die Relevanz und Qualität des Unterrichts im Fehmarnbelt-Gebiet verstärken und gezielt fördern, können wir sicherstellen, dass die Erwachsenen der Zukunft mit relevanten Fähigkeiten, die von der Wirtschaft nachgefragt werden, ihren Beitrag leisten können. Letztlich wird dies der neuen Generation junger Menschen in der Grenzregion mehr Chancen im Leben eröffnen.